Berufliche Schulen

Vorsitzender: Ulrich Matthies

Die beruflichen Schulen haben auf dem Weg junger Menschen ins Berufsleben einen wichtigen Platz. Neben den akademischen Ausbildungen bieten die beruflichen Schulen jungen Menschen einen direkten Zugang zum Beruf.

Der Ausschuss für berufliche Schulen (BS) vertritt die Eltern mit Kindern an beruflichen Schulen in Hamburg. Dies ist im Hamburger Schulgesetz (§84) so festgelegt. Jede berufliche Schule soll einen Elternrat wählen. Dieser Elternrat entsendet 1 Mitglied in den Kreiselternrat Berufliche Schulen (KER BS). Aus dem KER BS sollen dann 2 Mitglieder in die Elternkammer entsendet werden. Jede Schulform soll mit mindestens 4 Vertreterinnen und Vertretern in der Elternkammer vertreten sein. Deshalb entsendet der KER BS anstatt 2 Mitglieder = 4 Mitglieder in die Elternkammer. Dies steht so im Gesetz.

In der Realität sieht die Situation leider anders aus:
Im Schuljahr 2017/2018 wurde nur an fünf beruflichen Schulen ein Elternrat gebildet. An einer weiteren Schule wurde für einen Teilbereich ein Elternrat gebildet. Die restlichen Schulen haben keinen Elternrat gewählt. Ein Grund dafür ist, dass das Hamburger Schulgesetz für über 18-jährige Personen eine Selbstvertretung vorsieht. Deshalb können sich Eltern der über 18 Jahre alten Schülerinnen und Schüler nicht mehr zur Wahl stellen. Dies ist nach Meinung der Elternkammer nicht akzeptabel. Eine Elternvertretung sollte bis zum Ende des Besuchs einer staatlichen Schule gewährleistet sein. Der Elternrat ist eine Vertretung der Eltern und nicht eine Vertretung der Schülerinnen und Schüler. Dies ist unabhängig vom Erreichen der Volljährigkeit.

Zu dieser Problematik wurden bereits verschiedene Beschlüsse der Elternkammer gefasst. Bisher leider mit wenig Erfolg. Der Beschluss der Elternkammer aus dem Jahr 2016 zur Vertretung der volljährigen Schülerinnen und Schüler wurde vom Bundeselternrat in Potsdam übernommen und als Empfehlung an die Kultusministerkonferenz (KMK) weitergegeben. Der Ausschuss BS kann auf viele Jahre sehr vertrauensvoller und konstruktiver Zusammenarbeit mit dem Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB) zurückblicken. Das HIBB entsendet laufend Referenten zu den Sitzungen des Ausschusses BS, um über schulische Fragen aufzuklären.
Im Jahr 2017 hat der Ausschuss unter anderem folgende Themen bearbeitet:

  • Rechtliche Fragen in Bezug auf Schule, Berufsschule, Behörde und Arbeitsstelle.
  • Entwicklung der Jugendberufsagentur von der Gründung bis heute.
  • Flexibilisierung in der Berufsausbildung.
  • Mitarbeit bei der Vorbereitung der Schulvorstandstagung 2017 der beruflichen Schulen mit Handwerkskammer, Handelskammer, HIBB und anderen Organisationen.
  • Schulorganisation für das Schuljahr 2017/2018.
  • Filmprojekt für die Elternkammer
  • Neuerlass, Änderung und Aufhebung von Verordnungen für berufliche Bildungsgänge.
  • BOSO-Unterricht an Stadtteilschulen (STS) und Gymnasien (GYM). BOSO = Berufs- und Studienorientierung
  • Sitzung des Ausschusses in einer Jugendberufsagentur im laufenden Betrieb.

Elternmitarbeit in der Schule ist gefragt. Engagieren auch Sie sich für ihre Kinder.