Bildungspläne, zentrale Aufgaben & Prüfungsordnungen

Vorsitz: Antje Müller
Stellvertretender Vorsitz: Thomas Kegat

Der Ausschuss für Bildungspläne und Zentrale Aufgaben wird zum bei geplanten Änderungen an Bildungsplänen und Prüfungsordnungen tätig. Außerdem befasst sich der Ausschuss mit schulformübergreifenden Themen.

Für das Jahr 2020 hat sich der Ausschuss – neben sich aus dem Laufenden ergebenden Themen  – folgende Schwerpunkte gesetzt:

Anmelde- und Zuweisungsverfahren
Das Anmelde- und Zuweisungsverfahren in Hamburg stellt sich für die BSB als sehr rechtssicher dar, weil sich das Recht auf einen Platz an einer bestimmten Schule in den meisten Fällen nach der Entfernung des Wohnorts des Kindes von der Schule richtet.  Kurze Beine – kurze Wege, aber: Wie verhält es sich, wenn man eine andere Schule möchte, weil sie ein besonderes Angebot hat? Oder weil die besten Freunde eine andere Schule wählen? Auch kann es Probleme mit sich bringen, wenn man vielleicht eine Stadtteilschule möchte, die umliegenden Stadtteilschulen aber schon gefüllt sind mit Kindern, die dichter wohnen? Andere Bundesländer schlagen hier andere Wege ein. Wir wollen die Situation analysieren und daraus Verbesserungsvorschläge ableiten. Außerdem möchten wir einen Ratgeber erstellen, der Eltern bei diesem komplizierten Verfahren zur Seite steht.

Lehrerarbeitszeitverordnung
Seit ihrer Einführung im Jahr 2003 wurde die Lehrerarbeitszeitverordnung, die beschreibt, welche Aufgaben Lehrerinnen und Lehrer erfüllen sollen und wieviel Zeit sie dafür haben, nicht angepasst. Das Aufgabenspektrum hat sich durch Inklusion, Ganztag, Lernentwicklungsgespräche und vieles mehr verändert. Für die vordringliche und entscheidende Entwicklungsaufgabe: “Das Lernen in einer digitalen Welt“, scheint die Arbeitszeitverordnung nicht genügend Zeit zu lassen. Diese Probleme wollen wir beleuchten.

Misstrauens-/Fehler- und Beteiligungskultur
Wie demokratisch sind unsere Schulen? Wie konsequent werden Feedback-Kulturen gelebt? Wieweit wird die Expertise schulischer Akteure einbezogen? Mit diesen Fragen wollen wir uns beschäftigen.

Modernisierung von Bildungsplänen – Lernen in einer digitalen Welt für eine digitale Welt
Das mit Rechenleistung zu Bewältigende werden Computer mit ihrem schier unendlichen Wissensspeicher schneller und besser erledigen. Das, was den Menschen auszeichnet sind Kreativität, kritisches Denken, Soziabilität und Kommunikation. Darüber hinaus muss jeder junge Mensch in Hamburg lernen, sich sicher, mündig und verantwortungsvoll in der digitalen Welt zu bewegen. Spiegeln sich diese Kompetenzen in den Bildungsplänen wider?

Erinnerungskultur
Deutschland trägt eine sich aus der Vergangenheit ableitende Verantwortung. Doch die zeitliche Distanz zu den Greultaten der Nazizeit birgt die Gefahr des Verblassens der Empfindung von Verantwortung. Wie können die Schulen dieser Aufgabe gerecht werden?

LehrerInnen-Fortbildung
John Hattie hat es mit seiner Studie klar bestätigt. Wesentlich für den Bildungserfolg von Schülerinnen und Schülern ist die Person des Lehrers. Jede Lehrkraft in Hamburg hat ein Fortbildungskontingent von 30 Stunden pro Jahr hat. Unlängst hat die Expertenkommission, die von der Behörde für Schule und Berufsbildung eingesetzt wurde, um die Qualität des Mathematikunterrichts in Hamburg zu untersuchen, kritisiert, dass es kein umfassendes, kohärentes und langfristig angelegtes Fortbildungskonzept gibt. Das wollen wir uns ansehen.