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Meinungsvielfalt und Demokratie in der Schule

Das 100-jährige Jubiläum der Revolution in Deutschland hin zur Demokratie, die dann aber nicht lange währte und ein jähes Ende fand, führt uns deutlich vor Augen, dass Demokratie weder vom Himmel fällt noch eine Selbstverständlichkeit ist.  Deshalb hat die Elternkammer auf ihrer letzten Plenumssitzung lebhaft darüber debattiert, was Schule tun kann, damit junge Menschen den Wert von Demokratie erkennen.

Insbesondere werden zwei Bereiche im kommenden Jahr auf unserer Tagesordnung stehen.

Zum einen werden wir uns fragen, wie Demokratie an den Schulen selbst gelebt wird: Wie sehr können sich Schüler, Lehrer und Eltern persönlich oder durch Arbeit in den schulischen Gremien einbringen und Schule gestalten? Herrscht ein Klima, in dem unterschiedliche Auffassungen gehört und Meinungsverschiedenheiten respektvoll erörtert und auch gelöst werden können? Positive Erfahrungen helfen, Demokratie zu verinnerlichen, und lassen keinen Bedarf nach radikalen Ausdrucksmöglichkeiten entstehen.

Zum anderen werden wir uns mit dem PGW- bzw. Politikunterricht beschäftigen. Politik und Demokratie sind in Deutschland miteinander eng verknüpft. Die Spielregeln für eine ausgewogene aber durchaus gewollt kontrovers angelegte politische Bildung legt der sogenannte Beutelsbacher Konsens fest. Kennen Schülerinnen und Schüler diese Spielregeln und ihre Hintergründe?  Welche Rolle spielt die Lehrkraft? Wie bilde ich eine eigene politische Meinung? Wie gehe ich als Demokrat mit anderen politischen Auffassungen um, die sich im Rahmen der Rechtsordnung befinden?

Die Elternkammer möchte mit dieser Themensetzung einerseits eine aktive Haltung junger Menschen zur Demokratie unterstützen. Außerdem wollen wir unsere Schulen und Lehrkräfte, denen Eltern vollstes Vertrauen entgegenbringen, dabei unterstützen, ihre Angelegenheiten und Meinungsverschiedenheiten als demokratische Institution selbst und innerhalb der Schule zu bearbeiten.

HVV Ticket

Kinder kommen sicher zur Schule, wenn möglichst viele Autos stehen bleiben und die Kinder den Schulweg allein bewältigen. Neben sicheren Schulwegen, für die wir uns auch auf bezirklicher Ebene einsetzen, würde ein HVV-Ticket für Schülerinnen und Schüler dazu beitragen, den Anteil der Kinder zu erhöhen, die den Schulweg allein bewältigen.

Kostenloses Frühstück

Ein Frühstück verbessert die Konzentrationsfähigkeit, die Erinnerungsleistungen und  die Aufmerksamkeit. Doch gibt es an Hamburgs Schulen viele Kinder, die mit leerem Magen in der ersten Stunde sitzen. Deshalb unser Apell an die BSB für ein kostenloses Frühstück an Hamburgs Schulen zu sorgen. Das erhöht übrigens auch die Chancengerechtigkeit.

Kiss & Drop Zone II

Wir distanzieren uns von der Darstellung einiger Medien in Bezug auf Forderungen nach Parkraum vor Schulen.

In einigen Medien wird die Elternkammer Hamburg mit einer Forderung zitiert, die sie in dieser Form nicht aufgestellt hat.

Richtig ist, dass die Elternkammer es für überaus sinnvoll hält, wenn Kinder früh lernen, den Schulweg alleine zu bewältigen und selbstständig in die Schule gehen. Leider bleiben die diesbezüglichen Appelle von Elternvertretungen und Schulen häufig ungehört. Die Gründe dafür sind vielschichtig.

Die Elternkammer ist der Meinung, dass Familien, die tatsächlich darauf angewiesen sind, Ihre Kinder mit dem Auto zur Schule zu bringen, die Möglichkeit bekommen sollten, das sicher zu tun.

Werden die Kinder – wie es bei vielen Schulen der Fall ist – bis vor den Eingang gefahren, dann entstehen an diesen Stellen oft mehrere Probleme gleichzeitig. Dazu ist die Luftbelastung durch die Abgase ein Problem für die vielen kleinen Kinder, die gerade im Bereich vor dem Schuleingang die Leidtragenden sind.

Aus diesem Grund regt die Elternkammer Hamburg an, über separate „Kiss and Drop Zones“ zu diskutieren. Diese sollen in fußläufiger Entfernung von der Schule gelegen sein. Sie müssen sicher zu betreten und zu befahren sein und den Kindern ein ungefährliches Stück Schulweg ermöglichen.

Flexible Schuleingangsphase für Hamburgs Grundschulen?

Trotz vieler Fördermaßnahmen verfehlen 15% der Hamburger Schülerinnen und Schüler, die auf die weiterführenden Schulen wechseln, den sogenannten Mindeststandard. Das bedeutet, dass sie aller Voraussicht nicht ausreichend Lesen, Schreiben und Rechnen können, um den Anforderungen des Ersten Schulabschlusses gewachsen zu sein.

Ein Kind, das ohne den Mindeststandard erreicht zu haben, auf die weiterführende Schule wechselt, wird vermutlich viel Förderung bedürfen, zumal die erhöhte Fachlichkeit das Problem noch verschärfen wird. Wer nicht richtig lesen kann, kann das auch nicht in Geschichte, PGW, Mathematik oder Religion. Weder für das Kind noch für die Schule eine einfache Aufgabe.

In vielen Bundesländern, bekommen folgerichtig Schülerinnen und Schüler individuell die Zeit, die sie brauchen, um sich den Zugang zum Lesen, Schreiben und Rechnen zu erschließen. Dies wird mit der sogenannten flexiblen Schuleingangsphase erreicht.

Unterrichtszeit für Unterricht nutzen – auch nach den Zeugniskonferenzen

Die Schule zu schwänzen zur Ferienverlängerung ist kein Kavaliersdelikt, das hat die BSB in ihrem heutigen Newsletter zu Recht betont. Allerdings stellt sich die Frage, was denn eigentlich geschwänzt wird. Denn in vielen Lerngruppen kann von „Schule“ im Sinne von Unterricht in den letzten vier Wochen vor den Ferien keine Rede sein.

Mehr Musikinstrumente für unsere Kinder

Die Elternkammer befürwortet die Fortführung des JeKi-Programms (Jedem Kind ein Instrument) und fordert dessen zeitnahe Ausweitung und Öffnung für weitere (auch weiterführende) Schulen. Forschungen belegen, dass sich das Erlernen einen Instruments postitiv auf das schulische Lernverhalten der Kinder auswirkt.

Gesundheitsgefahr durch Stickstoffoxide?

Wie gut ist die Umgebungsluft von Hamburger Schulen? Einige Schulen liegen nahe an Straßen, die gesundheitsschädliche Messwerte an Stickstoffoxiden aufweisen.

Kiss & Drop Zone

An vielen Hamburger Schulen spielen sich jeden Morgen leider gefährliche Szenen ab. Oft aufgrund von Zeitdruck und auf ihrem Weg zur Arbeit bringen Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule. Dabei werden die Kinder häufig direkt am Eingang der Schule herausgelassen. Diese sogenannten Elterntaxis machen die Verkehrssituation unübersichtlich und es entstehen unmittelbar vor der Schule gefährliche Situationen für Schüler, Lehrer, Eltern und Anwohner. Manchmal führt das sogar zu Unfällen. Am besten sollten Kinder den Schulweg selbstständig zurücklegen. Sollte dies jedoch nicht möglich sein, so ist es wesentlich sinnvoller, sein Kind nicht bis an die Eingangstür zu fahren. Lassen Sie ihr Kind in einem sicheren, gut erreichbaren Bereich in der Nähe der Schule, einer sogenannten Kiss & Drop Zone aussteigen. Dies ist nicht nur wesentlich ungefährlicher für alle, man gönnt seinem Kind auch noch ein kleines Stückchen Schulweg zu Fuß, vielleicht ja gemeinsam mit den Freunden?

Kiss & Drop Zone – Machen Sie mit!

Kollegiale Hospitationen

Die Elternkammer begrüßt die Aufnahme einer Regelung zu kollegialen Hospitationen zwischen Lehrkräften in das Hamburger Schulgesetz und fordert zugleich, dass den Schulen entsprechende Zeiten zur Planung, Vorbereitung, Durchführung, Auswertung der Hospitationen sowie der Umsetzung des aus den Hospitationen Gelernten zur Verfügung gestellt werden.

20. Bertini-Preis für junge Menschen mit Zivilcourage

Am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, dem 27. Januar 2018, wurde der 20. und mit 10.000 Euro dotierte Bertini-Preis im Ernst-Deutsch-Theater an fünf Schülerinitiativen vergeben. Mit diesem Preis werden Projekte von Schülerinnen und Schülern ausgezeichnet, mit denen sie Engagement beweisen und sichtbar machen,  was manchmal droht in Vergessenheit zu geraten.

Pressemitteilung: Elternkammer wählt viel Erfahrung in den neuen Vorstand

Die Elternkammer Hamburg hat in ihrer Sitzung vom 23. Januar 2018 turnusmäßig den Vorstand für das Jahr 2018 gewählt. Langjährigen Beobachtern der Kammer wird auffallen, dass dies der Vorstand mit den meisten „ehemaligen Vorsitzenden“ ist und somit auf außerordentlich viel Expertise zurückgreifen kann.

Als Vorsitzende wählte die Kammer einstimmig Antje Müller (Marion Dönhoff Gymnasium), die zuvor das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden bekleidet hatte. Als ihre Stellvertretung wurde Gerrit Petrich (Gymnasium Süderelbe) in den Vorstand gewählt. Gerrit Petrich war bereits 2014 Vorsitzender der Elternkammer. Als Mitglieder des Vorstandes klar bestätigt wurden der bisherige Vorsitzende Marc Keynejad (Gymnasium Rissen), die Vorsitzende von 2015 Claudia Wackendorff (Helmut-Schmidt-Gymnasium, Nelson-Mandela-Schule), Thomas Koester (Grundschule Redder, Carl-von-Ossietzky-Gymnasium) und Oliver Triquart (Gymnasium Corveystraße).

Pressemitteilung: Anstrengungen im Bildungsbereich müssen intensiviert werden

Laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist die Zahl der Kinder, die trotz schwieriger sozialer Umstände solide Leistungen in der Schule erbringen, auf 32 Prozent gestiegen. Dies darf aus Sicht der Elternkammer Hamburg (EKH) aber kein Grund sein, sich auf den Erfolgen auszuruhen.

Gemäß OECD hätten hier vor allem mehr Ganztagsschulen, die Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen, mehr frühkindliche Bildung und die stärkere Förderung von Schülern mit Migrationshintergrund zu besseren Chancen für benachteiligte Schüler geführt. All dies sind Themen, in denen sich in Hamburg auch die Elternkammer intensiv eingebracht hat. Gerade im Ganztagsbereich, der seit flächendeckender Einführung in Hamburg von uns intensiv begleitet wurde, konnten einige Verbesserungen durchgesetzt werden.

Muttersprachlicher Unterricht

Muttersprachlicher Unterricht

Kinder mit Migrationshintergrund sollen aus Sicht der Elternkammer in gebundenen Ganztagsschulen einfachen Zugang zu Unterricht in ihrer Muttersprache bekommen.

Dieses mag zunächst vielleicht seltsam anmuten, wird doch von Migrantinnen und Migranten zu Recht gefordert, sich in die hiesigen Gegebenheiten in kultureller und gesellschaftlicher Hinsicht einzugliedern. Dazu ist die Beherrschung der deutschen Sprache sicherlich eine wichtige Kompetenz.

Aber: Es nehmen viele Kinder mit Migrationshintergrund am gebundenen Ganztag teil. Sie halten sich aus diesem Grund die meiste Zeit des Tages außerhalb der Familie auf. Dies erschwert den Familien die Vermittlung der ethnischen Identität und das Erlernen und Fortbilden der eigenen Muttersprache. Für die gesunde Entwicklung eines jungen Menschen sind die Gespräche mit der Familie von großer Bedeutung. Wie soll das anders als in der Muttersprache geschehen?

Mehr Kulturmittler

Schulen haben die Möglichkeit, Kulturmittler als Honorarkräfte für die Mitarbeit in Flüchtlingsklassen zu beschäftigen. Kulturmittler tragen dazu bei, Sprachbarrieren zu überwinden und sind durch ihre Erfahrungen und ihr Fachwissen befähigt, bei sozio-kulturell bedingten Verständigungsschwierigkeiten nicht nur zu übersetzen, sondern auch Informationen zu vermitteln und unterstützen die Arbeit der Fachkräfte. Das derzeitige Antragsverfahren für ist für Schulen zu unflexibel. Außerdem stehen zu wenig Mittel für diese wichtige Tätigkeit zur Verfügung. Die Elternkammer fordert die BSB auf, den Schulen den Zugang zu Kulturmittlern zu erlcichtern.

Wohin nach der Grundschule?

Eine wichtige Frage, mit der sich viele Familien beschäftigen. Ist es doch ein großer Schritt und man möchte unbedingt alles richtig machen.

Aber: Ist ein kurzer Schulweg wichtiger als das Profil der Schule? Die besten Freunde wollen zu der Schule, die ich eigentlich nicht so gut für mein Kind finde. Welche Schule arbeitet erfolgreich inklusiv?  Mein Kind soll Abitur machen – kann es das besser auf dem Gymnasium oder auf der Stadtteilschule? Bekomme ich an einer beliebten Schule überhaupt einen Platz?

"Ich hab morgen erst zur dritten!" - Fällt zuviel aus?

Die Vertretungsstatistik, die die BSB vorlegen kann, sieht gut aus. Weniger als 1% des in Hamburg nach Plan zu erteilenden Unterrichts fiel nach den Angaben, die die Schulen regelmäßig an die Behörde melden müssen, im ersten Halbjahr 2016/176 aus.

Woran liegt es also, dass bei den Eltern trotzdem häufig der Eindruck entsteht, dass zuviel Unterricht ausfällt?

Hier loht sich ein detaillierterer Blick in die Vertretungsstatistiken. Es wurden nämlich nur 87% der zu unterrichtenden Stunden nach Plan erteilt. Das bedeutet, bei einer Woche mit 34 Schulstunden fanden knapp 30 Unterrichtsstunden so wie vorgesehen statt. Vier Wochenstuden wurden im Schnitt zwar unterrichtet, aber eben nicht “nach Plan”.