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20. Bertini-Preis für junge Menschen mit Zivilcourage

Am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, dem 27. Januar 2018, wurde der 20. und mit 10.000 Euro dotierte Bertini-Preis im Ernst-Deutsch-Theater an fünf Schülerinitiativen vergeben. Mit diesem Preis werden Projekte von Schülerinnen und Schülern ausgezeichnet, mit denen sie Engagement beweisen und sichtbar machen,  was manchmal droht in Vergessenheit zu geraten.

Pressemitteilung: Elternkammer wählt viel Erfahrung in den neuen Vorstand

Die Elternkammer Hamburg hat in ihrer Sitzung vom 23. Januar 2018 turnusmäßig den Vorstand für das Jahr 2018 gewählt. Langjährigen Beobachtern der Kammer wird auffallen, dass dies der Vorstand mit den meisten „ehemaligen Vorsitzenden“ ist und somit auf außerordentlich viel Expertise zurückgreifen kann.

Als Vorsitzende wählte die Kammer einstimmig Antje Müller (Marion Dönhoff Gymnasium), die zuvor das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden bekleidet hatte. Als ihre Stellvertretung wurde Gerrit Petrich (Gymnasium Süderelbe) in den Vorstand gewählt. Gerrit Petrich war bereits 2014 Vorsitzender der Elternkammer. Als Mitglieder des Vorstandes klar bestätigt wurden der bisherige Vorsitzende Marc Keynejad (Gymnasium Rissen), die Vorsitzende von 2015 Claudia Wackendorff (Helmut-Schmidt-Gymnasium, Nelson-Mandela-Schule), Thomas Koester (Grundschule Redder, Carl-von-Ossietzky-Gymnasium) und Oliver Triquart (Gymnasium Corveystraße).

Pressemitteilung: Anstrengungen im Bildungsbereich müssen intensiviert werden

Laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist die Zahl der Kinder, die trotz schwieriger sozialer Umstände solide Leistungen in der Schule erbringen, auf 32 Prozent gestiegen. Dies darf aus Sicht der Elternkammer Hamburg (EKH) aber kein Grund sein, sich auf den Erfolgen auszuruhen.

Gemäß OECD hätten hier vor allem mehr Ganztagsschulen, die Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen, mehr frühkindliche Bildung und die stärkere Förderung von Schülern mit Migrationshintergrund zu besseren Chancen für benachteiligte Schüler geführt. All dies sind Themen, in denen sich in Hamburg auch die Elternkammer intensiv eingebracht hat. Gerade im Ganztagsbereich, der seit flächendeckender Einführung in Hamburg von uns intensiv begleitet wurde, konnten einige Verbesserungen durchgesetzt werden.

Muttersprachlicher Unterricht

Muttersprachlicher Unterricht

Kinder mit Migrationshintergrund sollen aus Sicht der Elternkammer in gebundenen Ganztagsschulen einfachen Zugang zu Unterricht in ihrer Muttersprache bekommen.

Dieses mag zunächst vielleicht seltsam anmuten, wird doch von Migrantinnen und Migranten zu Recht gefordert, sich in die hiesigen Gegebenheiten in kultureller und gesellschaftlicher Hinsicht einzugliedern. Dazu ist die Beherrschung der deutschen Sprache sicherlich eine wichtige Kompetenz.

Aber: Es nehmen viele Kinder mit Migrationshintergrund am gebundenen Ganztag teil. Sie halten sich aus diesem Grund die meiste Zeit des Tages außerhalb der Familie auf. Dies erschwert den Familien die Vermittlung der ethnischen Identität und das Erlernen und Fortbilden der eigenen Muttersprache. Für die gesunde Entwicklung eines jungen Menschen sind die Gespräche mit der Familie von großer Bedeutung. Wie soll das anders als in der Muttersprache geschehen?

Mehr Kulturmittler

Schulen haben die Möglichkeit, Kulturmittler als Honorarkräfte für die Mitarbeit in Flüchtlingsklassen zu beschäftigen. Kulturmittler tragen dazu bei, Sprachbarrieren zu überwinden und sind durch ihre Erfahrungen und ihr Fachwissen befähigt, bei sozio-kulturell bedingten Verständigungsschwierigkeiten nicht nur zu übersetzen, sondern auch Informationen zu vermitteln und unterstützen die Arbeit der Fachkräfte. Das derzeitige Antragsverfahren für ist für Schulen zu unflexibel. Außerdem stehen zu wenig Mittel für diese wichtige Tätigkeit zur Verfügung. Die Elternkammer fordert die BSB auf, den Schulen den Zugang zu Kulturmittlern zu erlcichtern.

Wohin nach der Grundschule?

Eine wichtige Frage, mit der sich viele Familien beschäftigen. Ist es doch ein großer Schritt und man möchte unbedingt alles richtig machen.

Aber: Ist ein kurzer Schulweg wichtiger als das Profil der Schule? Die besten Freunde wollen zu der Schule, die ich eigentlich nicht so gut für mein Kind finde. Welche Schule arbeitet erfolgreich inklusiv?  Mein Kind soll Abitur machen – kann es das besser auf dem Gymnasium oder auf der Stadtteilschule? Bekomme ich an einer beliebten Schule überhaupt einen Platz?

"Ich hab morgen erst zur dritten!" - Fällt zuviel aus?

Die Vertretungsstatistik, die die BSB vorlegen kann, sieht gut aus. Weniger als 1% des in Hamburg nach Plan zu erteilenden Unterrichts fiel nach den Angaben, die die Schulen regelmäßig an die Behörde melden müssen, im ersten Halbjahr 2016/176 aus.

Woran liegt es also, dass bei den Eltern trotzdem häufig der Eindruck entsteht, dass zuviel Unterricht ausfällt?

Hier loht sich ein detaillierterer Blick in die Vertretungsstatistiken. Es wurden nämlich nur 87% der zu unterrichtenden Stunden nach Plan erteilt. Das bedeutet, bei einer Woche mit 34 Schulstunden fanden knapp 30 Unterrichtsstunden so wie vorgesehen statt. Vier Wochenstuden wurden im Schnitt zwar unterrichtet, aber eben nicht „nach Plan“.